Als Recyclingspezialisten im Züri Oberland sammeln und verarbeiten wir Abfälle aller Art – effizient und umweltschonend. Im Fokus steht die Rückführung möglichst vieler Materialien in die Stoffkreisläufe.
Einige Stoffe lassen sich nicht rezyklieren. Sie müssen deponiert werden. Im Sinne einer ganzheitlichen Ressourcenwirtschaft führen wir diese Aufgabe pflichtbewusst und mit grossem Verantwortungsbewusstsein aus.
Seit 1995 betreiben wir die Deponie Chrüzlen. Das Deponievolumen wird in Kürze ausgeschöpft sein. Als Nachfolgeprojekt planen wir die Deponie Leerüti, welche für die Abfälle aus dem Zürcher Oberland ein idealer Standort mit kurzen Anfahrtswegen ist. Während rund 35 Jahren sollen auf einer Fläche von 12 Hektaren etappenweise 2.1 Millionen Kubikmeter Deponiematerial abgelagert werden.
Das jährliche Deponievolumen von ca. 50'000–100'000 Kubikmeter pro Jahr ist ungefähr gleich gross wie bisher in der Deponie Chrüzlen.
Die neue Deponie Leerüti wird frühestens 2029 in Betrieb genommen. Die Auffüllung erfolgt in mehreren Etappen. Nach Abschluss jeder Etappe wird die Fläche rekultiviert, gemäss den Vorgaben des Gestaltungsplans.
Der Deponiebetrieb im Gebiet Chrüzlen wird mit Beginn der neuen Deponie Leerüti beendet und das Deponiegelände rekultiviert.
Warum braucht es die Deponie Leerüti?
- Im Zürcher Oberland wird viel gebaut und rückgebaut. Zudem fallen grosse Mengen Kehricht und somit Schlacke an. Gemäss kantonaler Abfallplanung müssen Abfälle primär dort verwertet oder deponiert werden, wo sie anfallen.
- Bisher stand die Deponie Chrüzlen dafür zur Verfügung. Weil diese in Kürze voll ausgeschöpft sein wird, braucht es einen Ersatz in der Region.
- Eine regionale Deponie garantiert kurze Transportwege. Lange und umweltbelastende Lastwagenfahrten werden vermieden.
- Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist auf Deponien angewiesen. Denn bei der Aufbereitung von Bauabfällen zu neuen Baumaterialien sowie im Verbrennungsprozess von Kehricht bleiben nicht wiederverwertbare Materialien übrig, die entsorgt werden müssen.
Welche Stoffe werden abgelagert?
In der Schweiz gibt es fünf Deponietypen, gekennzeichnet mit den Buchstaben A bis E. In der Deponie Leerüti sollen Abfälle der Typen B bis E gelagert werden.
Typ B umfasst mineralische Materialien wie zum Beispiel nicht rezyklierbare Bauschuttanteile, Keramik etc. Die Typen C, D und E enthalten Materialien mit höheren Schadstoffanteilen. Dazu zählen zum Beispiel metallhaltige Rückstände, schwer lösliche oder nicht brennbare Abfälle sowie Kehrichtschlacke.
Wie ist die Deponie aufgebaut?
Kantonale Richtplanung
Das Gebiet Leerüti ist seit 2009 im kantonalen Richtplan als Deponiestandort eingeplant. 2022 hat der Zürcher Kantonsrat einer Vergrösserung des Deponievolumens von 500'000 Kubikmeter auf 1.3 Millionen Kubikmeter zugestimmt.
2024 wurden umfassende geologische Untersuchungen durchgeführt. Diese zeigten, dass sich der Felsuntergrund in wenigen Metern Tiefe auch für schadstoffbelastete Abfälle der Typen C, D und E, wie etwa Kehrichtschlacke, eignet.
Durch den tieferen Aushub bis zum festen Gestein entsteht auf derselben Fläche mehr Platz für Abfälle. So kann die Deponie Leerüti bis zu 2,1 Millionen Kubikmeter Material aufnehmen. Das entspricht dem erwarteten Abfallvolumen der Region für die nächsten 35 Jahre.
Die Richtplan-Teilrevision wird voraussichtlich 2026 im Kantonsrat behandelt und dann festgesetzt.




